Dienstag, 6. November 2018

Astrologie - Die Bedeutung des Oppositionsaspekts


Wir steigen in einen Bus ein. Dort nehmen wir Platz auf einem der Sitze, die einen Gegenüber haben. Der Bus ist gut besetzt und wir sind froh, dass wir überhaupt sitzen. Doch dort wollten wir eigentlich nicht hin. Denn gegenüber ist ein Fahrgast, den wir ablehnen. 


Dieser Fahrgast erscheint betrunken. Er hat einen Silberblick, sitzt nicht richtig auf seiner Unterlage, hängt gewissermaßen in den Seilen. Ich nenne diesen Fahrgast einen Neptun-Typen. Wir selbst „sind natürlich ganz anders,“ aktiv, Sport treibend, Probleme lösend. Diese Seite heißt Mars. In unserem eigenen Horoskop steht sinnigerweise eine Mars-Neptun-Opposition und unsere Ablehnung zeigt, dass wir unsere eigene neptunische Seite auf diesen Menschen projizieren.

Projektion eigener Inhalte auf die Umwelt


Oppositionsaspekte können uns zeigen, dass wir etwas in unserer Umwelt sehen (und selbstherrlich verwerfen), was zu uns selbst gehört. Diesen Teil zu integrieren ist deshalb harte Seelenarbeit. Bleiben wir bei obigem Beispiel: Vielleicht übernehmen wir uns beim Sport? Vielleicht sollten wir uns einmal hinsetzen und eine Weile gar nichts tun. Vielleicht überhören wir seit Jahren die subtilen Dinge des Lebens? Wir werden inneren Frieden finden, wenn wir die Projektion wegnehmen. Andernfalls sind wir nur am Klagen und Schimpfen, über "Träumer, Faulpelze und Alkoholiker."

Spiegelung eigenen Verhaltens durch andere Menschen


Wir Menschen sind soziale Wesen. Die Gemeinschaft vermittelt uns Geborgenheit. Wir haben Gesellschaft und pflanzen uns fort. Der tiefere Sinn ist, dass andere unser Verhalten kommentieren. Ganz gleich, wie korrekt diese Kommentare sein mögen, sie helfen uns das eigene Verhalten zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern. Das gilt besonders für Übergriffe, also für ein Verhalten das andere schädigt. Wird unser Verhalten nicht gespiegelt, dann stockt unser Lernprozess. Wir werden „seltsam.“

Der Splitter und der Balken aus der Bergpredigt


Jesus Christus belehrt uns in der Bergpredigt: „Den Splitter im Auge des anderen seht Ihr, aber den Balken im eigenen nicht!“ Nehmen wir als Beispiel eine Merkur-Saturn-Opposition. Die Betroffenen werden dazu neigen ständig Dummheit und Ignoranz in ihrer Umgebung wahrzunehmen. Jesus lehrte, dass wir uns keinen Gefallen tun, wenn wir andere Menschen für Schwächen anklagen und schließlich feststellen, dass diese Schwäche in uns selbst sogar noch schlimmer ist. Fazit: Die astrologische Opposition ist wahrscheinlich DER Schlüssel zur Selbstreflexion.

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Sonntag, 4. November 2018

Thema Niere - Vom Misstrauen zum Loslassen


Es ist die Aufgabe der Niere giftige Substanzen auszuscheiden. Übertragen wir das auf die geistige Welt, so geht es um das Loswerden von Geistesgiften, vielmehr um positives, aufbauendes Denken, kurz: Geisteshygiene. Gleiches gilt für die Ebene der Emotionen. Astrologen lesen in diesem Artikel etwas über Merkur in der Jungfrau und den Mond im Skorpion. Diese Konstellationen fand ich gehäuft in den Horoskopen von Nierenpatienten.

Die Niere filtert Unmengen an Blut. Jede Körperflüssigkeit hat in der Psychosomatik eine Bedeutung als Träger von Emotion. Aus dem emotionalen Spektrum kennen wir wunderbare Emotionen wie zum Beispiel helle Freude, herzende Zuneigung, bedingungslose Fürsorge und vieles andere, doch es gibt auch eine dunkle Seite (der Macht), auf welche uns Nierenprobleme hinweisen.

Eifersucht und abgrundtiefes Misstrauen


Die Eifersucht des Nierenpatienten deckt meist beide Formen der Eifersucht ab. Das Fremdgehen des Partners beschädigt nicht nur das Ego (Löwe-Aszendent), es droht mit dessen Weggang auch ein Besitz verloren zu gehen, welchen man sehr erfolgreich manipuliert hat (Mond im Skorpion). Dahinter verbirgt sich ein Machtverhältnis, das den manipulierten Partner zu einem Besitz, also zu einer Sache macht und ihn damit entmenschlicht. Die Lernaufgabe liegt auf der Hand. Der Partner wird jetzt zu einem wirklichen Partner, mit gleichen Rechten und idealerweise ohne Machtansprüche aufzustellen. Aus Festhalten wird Loslassen und aus Misstrauen wird Vertrauen.

Jetzt zum Geistigen: Der Jungfrau-Merkur besitzt eine hohe geistige Trennschärfe, einen präzisen sprachlichen Ausdruck. Bei diesen Menschen können wir uns darauf verlassen, dass sie Berichte schreiben, die auf Fakten beruhen und kritisch genug sind sogenannte Fake News zu erkennen. Das geistige Skalpell, was vom Schicksal geschenkt wird, kann leider auch zum Nachteil gebraucht werden und darum geht es bei Nierengeschichten.

Von der Erbsenzählerei zur Weisheit


Manche Menschen belasten ihre Partnerschaften durch Besserwissen und penibles Nachrechnen. Wenn man ständig korrigiert wird, verliert man irgendwann den Mut dem Partner etwas zu erzählen. Es folgt ein innerer Rückzug, der die Partnerschaft auf lange Sicht tötet. Um die Beziehung zu retten müsste der Superkorrektor dem Partner seine Sprache lassen und sich Korrekturen verkneifen. Evolutionär gesehen geht es um eine Weiterentwicklung vom sechsten zum siebten Zeichen, … von Jungfrau zur Waage, von Strenge hin zu Milde. Die Niere ist auch ein Waage-Organ. Wir finden eine sehr schöne Waage-Schwingung am Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe in Darmstadt. Das folgende Bild zeigt die helle Seite der Waage und was der Nierenpatient zu lernen hat:



Ich wünsche Ihnen, liebe Leser, eine erfolgreiche Woche.

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Astrologie - Das 11. Haus und der Eigensinn


Die Schlüsselbegriffe für das 11. Haus heißen <Freunde, Hoffnungen, auf die Zukunft gerichtete Perspektiven, Parteien, Logen, Vereine, Bünde>. Planeten in diesem Haus zeigen häufig an, dass wir uns auf gesellschaftlichen Feldern einsetzen. Meine Erfahrung sagt mir auch, dass offenbar Schlüsselbegriffe dazu kommen, die sich mehr nach dem Wassermann anhören, zum Beispiel <Eigensinn>.

Parteitag der Piratenpartei - Bildquelle Tageszeitung DIE WELT

Eigensinnige Menschen haben ihren eigenen Kopf. Dieser Körperteil ist ein passendes Symbol für die Geisteswelt des Uranus, welcher den Wassermann beherrscht. Die Schwester des Eigensinns ist die Dickköpfigkeit, im Guten wie im Schlechten. Diese Eigenschaft ist sehr saturnisch, was ausgezeichnet zum Wassermann passt. Wassermännisch zu denken heißt, sich ein Gedankensystem anzueignen und dieses gegen alle (bürgerlichen) Widerstände zu verteidigen. Stellt sich (eines Tages) heraus, dass diese Denke nicht mehr geht, wird sie ohne Wehklagen verworfen. Der Wassermann symbolisiert eine kreative Denkfabrik, auch wenn – ganz nach dem Vorbild des Ur-Vaters Uranos – die meisten Kreationen unbrauchbar sind. Das macht aber nichts.

Wir Menschen sind soziale Wesen – eigentlich. Treffen wir eigensinnige Menschen an, dann bekommen wir durchaus Zweifel an dieser biologischen Tatsache. Ein wesentliches Merkmal ist, dass eigensinnige Menschen die Spiegelung ihres Verhaltens durch andere ablehnen. Sie wollen also keinen Kommentar, keine Einmischung. Darin sind sie stur. (<Fixierung> und <Sturheit> sind Merkmale aller fixen Zeichen: Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann.) Das Problem: Wir Menschen können uns nur weiter entwickeln wenn wir Lob genauso wie Kritik zulassen. (Eine Gemeinsamkeit aller hohen Häuser 9 bis 12 ist die Abgehobenheit. Haben wir viele Planeten in diesen Häusern, dann kann die Gefahr bestehen, dass wir mit dem Fußvolk, mit Problemen vor Ort, sowie einfachen Tatsachen nichts mehr am Hut haben. Wir schweben gewissermaßen über den Wolken.)

Planeten im 11. Haus haben wegen des Eigensinns eine Neigung zu Schrullen. Wenn wir einsam vor uns hindenken und –arbeiten, dann kommt keine frische Luft mehr in unseren Geist. In einem stillen Kämmerlein entwickelt dieser immer skurrilere Vorstellungen von der Welt. Dazu gibt es eine berühmte Geschichte. Ein Mann kommt eines Tages auf die Idee, die Gegenstände seiner Wohnung umzubenennen. Aus Tisch wird Lampe und aus Herd wird Wohnungsschlüssel … und so fort. Tagelang amüsiert er sich, während er alles aufschreibt. Er merkt nicht wie er darüber vereinsamt. Die Geschichte heißt: „Der Mann, den keiner verstand.“

Ich wünsche Ihnen, liebe Leser, eine erfolgreiche Woche.

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Dienstag, 30. Oktober 2018

Coffea Lachesis Opium - Reichtum an Ideen


Die homöopathische Rubrik <Reichtum an Ideen bei Klarheit des Geistes> listet unter anderem die dreiwertigen Arzneien Coffea cruda (Rohkaffee), Lachesis (Buschmeisterschlange) und Opium. In diesem Blogartikel möchte ich diese Mittel voneinander differenzieren, dazu die astrologischen Entsprechungen.

Ohne Kaffee kommt in meiner Wohngemeinschaft niemand in die Schuhe. Der Erfolg des Kaffees ist seine stimulierende Wirkung, auch auf unsere geistige Welt. Wir werden klar und er schenkt uns die schnelle Auffassungsgabe um den Arbeitstag zu bestehen. Inzwischen gibt es vielerlei Rezepte. Im Sommer schätze ich Latte macchiato. Immer wieder habe ich festgestellt, dass ich nach Kaffee die besten Blogartikel schreibe. Ganz einfach weil mir mein Wortreichtum voll zur Verfügung steht. Ideen fliegen mir zu. Dann muss ich aufpassen mit <geistiger Überreizung. Der Gedankenansturm lässt sich kaum mehr bremsen>. Typisch Coffea! Das Ergebnis ist bei manchen Patienten <Kopfschmerz durch Überanstrengung>.

Unsere Kaffeedose

Meine Wortwahl „fliegen“ ist kein Zufall. Das Fliegen entstammt der oberen Welt, der Welt des Geistes. Damit sind wir astrologisch im 9. Haus. Die „Auffassungsgabe“ gehört als Unterpunkt von „Wahrnehmung“ in das 3. Haus, „Reichtum“ ist Jupiter und das Studieren und Lernen ist Merkur zugeordnet. Das ergibt:

Merkur im 3. Haus in Opposition zu Jupiter im 9. Haus


Umgekehrt geht das natürlich auch, also Merkur in Haus 9 und so fort. Dann gibt es noch Merkur in Zwillinge oder Schütze und so fort … und die Konjunktion. Genug Auswahl! Wer als Astrologe diese Konstellationen findet, sollte an eines der drei Mittel während der homöopathischen Anamnese denken. Welches Mittel passt nun?

Lachesis vereinigt zwei Eigenschaften in sich. Sie verfügen über eine sehr schnelle Auffassungsgabe und eine blühende Vorstellungskraft („Ideen“). Lachesis ist der beste Märchenerzähler des gesamten homöopathischen Kosmos. Sie düpieren gern andere Menschen, einfach weil sie eine diebische Freude daran haben in dumme Gesichter zu schauen. Die Schlange ist dabei ein uraltes Symbol für die List. Listige Menschen haben einen extrem wachen Geist und dieser ist in seiner Fähigkeit andere hereinzulegen auch noch sehr kreativ. Das ist bei Lachesis aber noch nicht alles, denn der Geistvater ist Dionysos. 

Dionysos lag in einer großen Amphore und war immer betrunken. 


Hinter <Trunkenheit> verbirgt sich bei Lachesis der Wunsch nach Entgrenzung. Sie fühlen sich im Alltag eingeklemmt. Wie kommt das? Sie leben in einem Spannungsbogen aus viktorianischer Verklemmtheit und zügelloser Ausschweifung. Auf den Pfad der Ausschweifung gelangen sie durch Alkohol. Die streng gezügelten Emotionen werden unter Hochprozentigem zu Freudetrunkenheit, besonders nachts. Niemand vereinigt das Spirituelle und die Spirituosen so sehr wie dieser Arzneityp. Lachesis <fühlt die Nähe zu Gott unmittelbar>. Wieder das astrologische 9. Haus!

Opium ist eine Droge. Warum nehmen Menschen Drogen? Aus verschiedenen Gründen. Einer davon ist der Wunsch aus dem grauen Mittelband des durchschnittlichen Erlebens ausbrechen und extreme Erfahrungen machen zu wollen. 

Bei Opium spielen dabei Größenfantasien eine Rolle, wie bei allen Drogen. 


Der <Reichtum an Ideen> geht mit hochfliegenden Erwartungen einher. <Gewaltige Theorien werden aufgestellt>. Daraus entstehen Wollen-Können-Konflikte, die sehr problematisch werden können, wenn sie nicht in der zweiten Lebenshälfte durch Pragmatismus abgelöst werden. Das heißt: Um nicht ständig schummeln zu müssen (die passende Rubrik heißt übrigens <Lügner>) muss er irgendwann das was er will an das was möglich ist anpassen.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leser, eine erfolgreiche Restwoche und ein gutes Händchen beim Verschreiben des richtigen Mittels.


W E R B U N G: Weitere Infos zu Homöopathie und Astrologie erhalten Sie in meinen Büchern und eBooks. Eines davon ist beim Schirner-Verlag in Darmstadt erschienen. Außerdem bietet der Kopp Verlag mein Fernstoffbuch an.

Dienstag, 23. Oktober 2018

Astrologie - Gnade und Fluch des Zeichens Fische


Die astrologischen Fische sind das letzte Zeichen des letzten Quadranten, eine Art großer Abschluss. Der Tierkreis stellt also eine Reise dar. Vom Ich zum Du, über das Wir, zum Kosmos. In diesem Blogartikel zeichne ich meine persönlichen Erfahrungen mit diesem Zeichen nach.

Indien ist ein Jungfrau-Fische Land. Ein Kolonialbeamter beschrieb Indien einmal als „die einzige funktionierende Anarchie dieser Welt.“ Das Land ist Heimat des Buddhismus. Dieser vermittelt Hingabe und Mitgefühl. Gerade letzteres ist dem Dalai Lama immer wieder ein besonderes Anliegen. Als ich ein kleiner Junge war erlebte ich auf Besuch meine Urgroßeltern, die beide im Zeichen Fische geboren waren. Von ihnen ging eine heitere Stille aus, die ich in meinem Leben wohl nie erreichen werde – nur in wenigen glücklichen Momenten. Meine Urgroßmutter ist mir mit ihrem Standardsatz in Erinnerung:

„Es hat immer funktioniert und das wird es morgen auch.“


Es kommt mir inzwischen so vor als trügen die Fische die Erinnerung an alle Lernprozesse der Menschheit in sich. Während das Gegenzeichen Jungfrau die Kontrolle gewinnen will, haben die Fische losgelassen. Sie vertrauen. Sie müssen nicht mehr sofort aktiv werden. Als ich in einem Elektroniklager angestellt war, arbeitete ich unter einem Lagerleiter. Das Chaos auf seinem Schreibtisch und die vielen Unabwägbarkeiten seines Alltags ging er mit Gelassenheit an. Er brachte mir bei:

„Die meisten Schieflagen regeln sich im Laufe des Vormittags von alleine.“


Er musste nicht eingreifen. Es reichte ihm vollkommen aus zu beobachten. Ich hörte auch niemals, dass er irgendjemanden bewertete. Gerade bei Menschen mit Fische-Mond ist mir das aufgefallen. Es ist eine Engelsgeduld, speziell mit Sonderlingen und Behinderten. Ihr Mitgefühl geht so weit, dass sie es fast klaglos hinnehmen, wenn sie durch diese Menschen materiellen Schaden erleiden. Eine weitere Gnade des Zeichens ist das Heilen. Das Sehen der Aura ist für sie kein Wunder. Sie wissen was die Akasha ist und sie können von dort Infos herunterladen auf ihr Kronenchakra. Ihre Fähigkeiten können allerdings in Größenvorstellungen gipfeln die Erde heilen zu können. Damit sind wir bei den dunklen Seiten.

Ein großes Problem, das sind ihre sehr hohen Menschheitsideale. Der Musiker Kurt Cobain scheiterte als dreifacher Fisch auch an diesen Idealen. Ebenfalls problematisch ist das ständige Hinausschieben von zu erledigenden Dingen, was in völliger Verschlampung enden kann. Ein kosmisches Wesen zu sein, jenseits der bürgerlichen Absicherung, das ist für manche fischigen Erdenbürger eine Überforderung: Sie verlieren ständig Geld und Schlüssel. Im Winter haben sie keine wärmende Jacke an, da chronisch pleite. Dann fahren sie schwarz und landen bald schon im Gefängnis. Diese Zeit gibt ihnen nur vorübergehend Halt. Es ist ein Verlorenheitsgefühl. 

Mein Klavierlehrer war ein Fische-Mann. Er kraxelte auf wilden Müllhalden herum und baute Weggeworfenes zu einmalig schönen Möbeln um. Sein materieller Status war ihm egal. Er machte vieles ohne Bezahlung.

Nach diesem schweren Thema kommt ein leichtes Comedy-Video:




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Sonntag, 14. Oktober 2018

Planet Pluto und der Geschlechtsakt


In der Astrologie sind vier Planeten dafür zuständig, wenn Menschen sich körperlich miteinander einlassen. Der Mond symbolisiert das Geben und Nehmen körperlicher Wärme, die Venus den erregenden Genuss der Wärme und Mars symbolisiert das Wollen vor und im Akt. Fehlt noch ein Planet - Pluto.

Die Londoner Astrologin Liz Greene schreibt: „Pluto begleitet den Akt und verleiht ihm den Sinn.“ Bei Pluto geht es also auch um etwas Übergeordnetes. In diesem Artikel lesen Sie wie sich Pluto hinter fünf Erlebnisebenen verbirgt.



Die Libido ergreift von uns Besitz


Irgendwann im Getöse unserer Alltagsaktivitäten erregt ein wenig Haut des Geschlechtspartners unsere Aufmerksamkeit. Das ist meist der Anstoß für die Libido. Dieser Trieb ergreift von uns Besitz und wir bekommen den Gedanken an etwas Ekstatisches nicht mehr aus dem Kopf. Die Natur hat sich dabei etwas gedacht, denn dahinter steckt der höhere Auftrag, dass wir uns fortpflanzen.

Verlust der Selbstkontrolle


Das anfängliche Streicheln vor dem eigentlichen Akt gehört zur astrologischen Venus, aber im Akt gibt es einen Zeitpunkt, ab welchem unsere Selbstkontrolle mehr oder weniger dahin ist. Wir machen dann Dinge, die wir bei klarem Verstand nicht tun würden, etwa weil sie peinlich sind oder verrucht. Es gibt dazu amüsante Anekdoten. hier ein Beispiel: Werden die Eltern „dabei“ von den Kindern erwischt, dann erzählt ihnen Mama sie habe Papa gerade einrenken wollen. An sich kann man die Kinder dabei testen wie naiv sie noch sind. Hängt sicherlich auch vom Alter ab.

Fixiert auf eine Erlebnistiefe, die zum Höhepunkt drängt


Der Verlust der Selbstkontrolle ist Voraussetzung, dass wir Grenzen überschreiten, also wirklich aus uns herausgehen. Bei klarem Verstand würden wir nie den Partner verletzen, aber im Akt suchen wir nach möglichst großer Erlebnistiefe und so kann es passieren, dass wir uns schon mal in den Partnerrücken hinein kratzen.

Verschmelzung – vom Ich zum Wir


Das Hineinkratzen ist neben dem Besitzanspruch auch Ausdruck eines Wunsches nach Verschmelzung. Im innigsten Moment wird aus dem Ich ein Wir. Das Plutonische daran ist: Das Ich stirbt für kurze Zeit und wir sind nicht mehr allein, kein Einzelwesen mehr.

Erweckung der Kundalinikraft


Es gibt Menschen, die nach dem Akt lange brauchen bis sie wieder in der harten Realität ankommen. Meist sind das Typen, die sich stark entladen haben und bei welchen auch Kundalini-Energie aufgestiegen ist. Hinter dieser Energie steckt eine Schlange, die laut Überlieferungen im kleinen Becken hinter dem Damm schläft, sich aber bei Erregung die Wirbelsäule hinaufschlängelt. (Wenn wir uns im Akt winden oder überstrecken, dann wird diese Schlangenenergie sehr deutlich sichtbar!) Kundalini tritt schließlich über Mund oder Nase aus. Die Schlange ist im Übrigen ein uraltes Symbol der Heilung durch weises Erkennen, das leider von vielen Menschen gern auf teuflische Verderbtheit reduziert wird.

Zum Schluss für alle Astrologie-Anfänger eine Mini-Lektion: Wer seine und ihre Stoffsammlung zu plutonischen Schlüsselbegriffen erweitern möchte, hier sind sie:

·        Ekstase
·        (Erlebnis-)Tiefe
·        Grenzüberschreitung
·        Triebhaftigkeit
·        Tod des Ich
·        Verlust der Selbstkontrolle
·        Verruchtheit
·        Verschmelzungswunsch

Für alle Leser, welche die beschriebenen fünf Erlebnisebenen lieber in einer Tabelle haben, hier ist sie:



Vielen Dank für’s Lesen und Ihnen eine gute Zeit. Zum Schluss etwas Werbung in eigener Sache: Weitere Information zu Homöopathie und Astrologie erhalten Sie in meinen Büchern und eBooks. Eines davon ist beim Schirner-Verlag in Darmstadt erschienen. Außerdem bietet der Kopp Verlag mein Fernstoffbuch an.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Die Seele - was ist das eigentlich?


Das größte Mysterium in diesem Universum ist wahrscheinlich die Seele. Wie können wir uns ihr nähern? Der Volksmund sagt: „Augen sind das Fenster zur Seele.“ Liegt sie dahinter und wie sieht sie aus?

Eigentlich sollte die moderne Psychologie wissen was die Seele ist, aber sie weiß es nicht. Als Schulwissenschaft und somit Kind der Aufklärung geht es ihr gar nicht darum die Seele zu entdecken, sondern möglichst präzise deren Auswirkungen zu studieren. Das ist ungefähr so als würde ich als Tourist den Schatten der Akropolis fotografieren anstatt die Akropolis selbst.

Verdrängte Komplexe und das Unbewusste


Die Geschichte der Seelenschau begann mit der Griechischen Mythologie. Erzählungen beschrieben bis in liebevolle Details hinein Bedürfnisse und vor allem Triebe erfundener Götter und anderer Wesen. Wir lernten den Minotaurus kennen – einen Mann mit Stierkopf, der in einem unterirdischen Labyrinth hauste. Die moderne Psychologie sieht dieses Labyrinth als Wohnort unbewusster, verdrängter Komplexe und ihr Verdienst ist die wissenschaftliche Beschreibung von Dutzenden von Krankheitsbildern, wie zum Beispiel des Tourette-Syndroms. Als Astrologe weiß ich, dass von diesem Syndrom Betroffene einen heftigen Stoß von Geistvater Uranus mitbekommen haben. In ihnen lebt, wie sie manchmal selbst sagen, ein kleiner mächtiger Kobold, der macht was er will. 

Schamanen gehen einen Schritt weiter: Sie lassen innere Bilder aufsteigen, so dass sie diesen Kobold sehen können. Spätestens an dieser Stelle ist die Schulweisheit nicht mehr mit im Boot. Für sie ist das unseriös. Können wir uns der Seele nur „unseriös“ nähern?

Für Schamanen besteht die Seele aus Teilen


Nach 100 Jahren Psychoanalyse wissen wir viel über die Mechanismen der Seele. Wir wissen aber immer noch nicht was sie ist. Sucht ein Klient einen Schamanen auf, dann versucht dieser durch Gesang und Trommel Zugang zur Seele zu bekommen. Dabei helfen ihm seine Geistführer. Für den Schamanen ist die Seele kein kompaktes Ganzes, sondern aus Teilen („soul parts“) zusammengesetzt. Die verlorenen Teile wird er suchen und zurückbringen. Das heißt: Wir können Teile verlieren, aber es können auch welche dazukommen, zum Beispiel durch Therapie, Meditation oder Selbstfindung. Wir spüren das Wachstum daran, dass wir stärker werden. Umgekehrt können wir einen Verlust an Schwächephasen oder Stimmungsknicks bemerken: Manchen Menschen geht es tagelang nicht gut, wenn sie aus dem Urlaub wiederkommen. Sie haben Seelenteile dort gelassen – Teile, auf denen das Etikett „Lebensfreude“ steht und die erst wieder zurückfinden müssen.

Comedian Torsten Sträter weiß genau was die Seele ist. Das beweist er in folgendem Video:


Vielen Dank für’s Lesen und Ihnen eine gute Zeit. Zum Schluss etwas Werbung in eigener Sache: Infos zu Homöopathie und Astrologie erhalten Sie in meinen Büchern und eBooks. Eines davon ist beim Schirner-Verlag in Darmstadt erschienen. Außerdem bietet der Kopp Verlag mein Fernstoffbuch an.