Dienstag, 21. August 2018

Die Psychosomatik der Hyperthyreose



Hyperthyreose lautet die Diagnose wenn die Schilddrüse überfunktioniert. Die üblichen Symptome sind erhöhter Stoffwechsel, erhöhter Puls und erhöhter Blutdruck. In diesem Artikel werde ich mir die Psychosomatik dieser Schilddrüsengeschichte näher anschauen und einige Arbeitshypothesen aufstellen. Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht alle Fraktionen dieser Patienten bespreche, denn das Format meines Gesundheitsblogs sind eher kurze Artikel.




Das Hauptthema der Hyperthyreose scheint ein Gefühl zu sein keine Macht über das eigene Schicksal zu haben. 


Dazu drei homöopathische Beispiele: Cactus grandiflorus ist jemand, der das Gefühl hat dem Schicksal ausgeliefert zu sein. Das erkenne ich am Eintrag <Furcht, dass etwas Schlimmes passiert> (Quelle: Murphy, 400). Genauso wenig kann der Glonoinum-Typ eingreifen. Er ist <schreckhaft> (Zandvoort, 10) und <hat das Gefühl zu schweben> (OpenHomeo.org). Wie will jemand sein Leben dirigieren, wenn er nicht geerdet ist? Beim Meeresmittel Spongia finden wir ein <ängstliches Erwachen> (Murphy, 1916). Seine Furcht- und Angstsymptome zeigen: Er spürt etwas, das ihn zerstören könnte, was er aber nicht zu fassen bekommt. Es ist als habe er einen Untermieter im Keller, den hörbar ist, sich jedoch nie blicken lässt. Meine Schlussfolgerung daraus: Eine Hyperthyreose gehört nicht nur schulmedizinisch oder begleitend homöopathisch behandelt, denn sie ist offenbar mehr: Ängststörungen können vergesellschaftet auftreten - Störungen, die rechtzeitig behandelt gehören, damit sie nicht aus dem Ruder laufen, in eine Frühberentung. Astrologie? Sonne in Löwe, Sonne in Haus 12, Pluto in Haus 12.

Bleiben wir doch bei der Sonne im Löwen. Beim Studieren passender Mittel bei Hyperthyreose in "Murphys Klinischer Materia Medica" auf Seite 2283 fiel mir etwas auf: Es ist das Beklagen eines Würdeverlustes; Beispiel Belladonna: <Leicht beleidigt> (Zandvoort, 359). 

Betroffene setzen nun alles daran ihre Reputation wiederherzustellen. 


Damit übernehmen sie sich kräftemäßig. Meine Arbeitshypothese ist nun: Der Beginn dieses Verschleißes ist auch der Beginn der Hyperthyreose. Der Körper signalisiert: "Du übertreibst Dein Anliegen. Das ist keine Lösung Deines Problems!"

Ebenfalls auffällig war, dass die Hyperthyreose nicht nur ein <ungestümes Wesen> anzeigen kann, sondern auch eine Neigung zur Gewalt. Wer sich mit homöopathischen Arzneien auskennt wird mir Recht geben, dass Murphys Hyperthyreosemittel Belladonna, Flusssäure und Glonoinum ein großes Gewaltthema verbindet: <Wut, Raserei; Heftigkeit>. Aus dem Blickwinkel dieser Schilddrüsenbeschwerde können Angehörige jetzt Mitgefühl entwickeln, anstatt selbst nur noch wütend zu sein. Beispiel: Der autorasende Flusssäure-Mann ist für die betroffene Ehefrau zunächst meist nur ein "rücksichtloser, ätzender Drecksack." Sein aggressiver Fahrstil zeugt aber von Hilflosigkeit, nämlich keinerlei Macht über das eigene Schicksal zu haben. Hier sollte die eigentliche Therapie ansetzen, um die Patienten auszusöhnen. Damit sie aus der aufgebrachten Entgleisung wieder zu innerer Ruhe zurück finden. Astrologie? Mars im Widder. Mars im Aspekt zu Pluto.

Quellen, wie angedeutet, mit Seitenzahl: Murphys Klinische Materia Medica / Roger van Zandvoorts Complete Repertory Mind / Boerickes Materia Medica and Repertory Pocket Manual, sowie die Internetseite www.OpenHomeo.org.

W e r b u n g: Mein Feinstoffbuch ist beim Kopp-Verlag noch vorrätig. Für alle, die Interesse haben an Astrologie, mit Homöopathie und Satire, hier die Verlagswerbung:





Sonntag, 19. August 2018

Psychosomatik der Akne - Angstlust und Selbstbestrafung


Akne ist vielen Betroffenen als unangenehme Geschichte während der Pubertät in Erinnerung. Leider gibt es die Akne auch später. Wir wollen in diesem Artikel anschauen was hinter Pusteln und Pickeln stecken könnte. Das gibt uns die Möglichkeit der Akne die geistigen Voraussetzungen zu entziehen und endlich eine schöne Haut zu bekommen.


Akne hat mit Scham zu tun. Dafür sind Menschen anfällig, die jede <unanständige> Regung unterdrücken. Sind sie <beschämt wegen unanständiger Lust>, dann kommt das als Selbstbeschädigung einer Hauteruption zum Ausdruck. Wählen wir dazu zwei Arzneipersönlichkeiten aus: Rote Seesterne (Asterias rubens) sind Menschen mit großem Leistungsehrgeiz, gepaart mit einer sturzkonservativen Lebenseinstellung, die ihnen sehr enge Vorstellungen davon vermittelt was man darf und was nicht. Eine ähnliche Steinbockgeschichte erzählt das Mittel Juglans regia. Menschen, welche auf die Walnuss passen, sind sehr anfällig dafür sich zu schämen, wenn sie daran denken was die Nachbarn denken könnten. Beide Mittel zeigen die typisch steinböckische Scham etwas getan zu haben, <was sich nicht gehört>. Das alles übersetzt der Körper gegebenenfalls als Akne. 


Die Krankheit ist wie eine Selbstbestrafung. 


Walnuss-Frauen sind aber keineswegs unerotisch, ganz im Gegenteil: Nur zu gerne ziehen sie Blicke möglicher Geschlechtspartner auf sich. (In der chinesischen Sprache ist die Walnuss ein Symbol für Flirt!)


Akne ist Ausdrucksform einer Angstlust, wie beim schmachtenden Romantiker Antimonium crudum. Das Thema des Hin- und Hergerissenseins in Bezug auf Sex ist an sich für die Pubertät typisch. Hier geht die Hormonumstellung junger Menschen Hand in Hand mit der Angstlust gegenüber Sex, doch das Thema kann sich hinziehen. Ein großer Liebeshunger ist vorhanden, zusammen mit einem zwiespältigen Beziehungswunsch. Das produziert Leid. Carbo vegetabilis sind sehr sinnliche, leidenschaftliche Menschen, aber das Gefühl wieder leiden zu müssen, verdirbt ihnen die Sehnsucht. Bei Antimonium crudum ist das ähnlich.

Die Hauterscheinung ist Ausdruck einer massiven Kontakthemmung – wie bei Ledum und Kalium iodatum. Pusteln sollen die Botschaft ausdrücken: "Fass mich bitte nicht an; damit kann ich nicht umgehen; ich fühle mich überrollt. Ich kann mich auf dieses rauschhafte Erlebnis nicht einlassen!" 


Akne kann auf eine starke Angstsymptomatik hinweisen. 


In manchen Patienten existiert der Eindruck sie <schwebten in einem Raum emotionaler Beziehungslosigkeit>. Dort werden sie nicht mehr durch die Mutter oder eine ähnliche Bezugsperson gehalten. Es fehlt der umschließende, sichere Mutterarm. Die entstehende emotionale Unterernährung löst einen Hilfeschrei aus, der als Akne nach oben durchbricht. (Bei jeder Hauteruption immer fragen: Könnte da etwas in mir nach oben schreien?)

Auf der Suche nach dem tieferen Grund für Akne machte ich eine faszinierende Entdeckung: Ein großer Teil der in Dr. Boerickes Materia Medica gelisteten kursiv gedruckten Arzneien für Akne simplex (Seite 904) befindet sich auch in der Rubrik <Angst im Brustkorb> von Roger van Zandvoorts Complete Repertory Mind (dort auf Seite 35). Offenbar haben Haut und Lunge hier ein gemeinsames Thema: die soeben beschriebene fehlende <emotionale Nabelschnur>.

Etwas Werbung zum Schluss. Hier eines meiner eBooks: 



Freitag, 17. August 2018

Einige Gedanken zum Thema Zunge


Die Zunge ist ein wendiger Muskel und das wichtigste Instrument unserer Sprache. Im Englischen sind Zunge und Sprache sogar dasselbe Wort. Die Meister des Tierkreises in Sachen Sprache sind die Zwillinge. Wir finden dieses Temperament in folgender Rubrik beim Mittelbild von Baptisia tinctoria: <Glaubt er sei zerbrochen, doppelt und seine Glieder würden sich miteinander unterhalten> [Quelle: Murphys Klinische Materia Medica, S. 310].




Zwillinge sind ja zwei Menschen (in einem). Das sind zwei Lebensweisen, zwei Weltanschauungen und so fort. Es ist ein Dualismus, der bis zu einer Gespaltenheit führen kann. Beziehen wir die Zunge mit ein: In der Natur finden wir die gespaltene Zunge bei den Schlangen. Dieses Tier ist uns schon ewig bekannt und in der Kollektivseele tief verwurzelt: Menschen, die auf das Mittel Ranunculus scleratus passen, <träumen von Schlangen> [Zandvoorts Complete Repertory Mind, S. 170]. Das kann mehr als nur ein Traum sein ...

Ein Kampf zwischen Gut und Böse in der eigenen Seele!


Eine brillante Romanfigur ist Grima Schlangenzunge, der zwielichtige Berater des Königs von Rohan aus "Der Herr der Ringe." Als die verbliebenen Gefährten Rohan besuchen herrscht Gandalf den Königsberater an: 

"Behaltet Eure gespaltene Zunge hinter Euren Zähnen!" 


Er meint damit dessen bösartige List - eine negative Manifestation des Zeichens Zwillinge, in Verbindung mit dem astrologischen 8. Haus.

Die Zunge liegt in der Mundhöhle; also schauen wir uns den Schlüsselbegriff Höhle näher an: Höhlen sind fast umschlossene Räume, wo körperlich aber auch seelisch etwas aufbewahrt werden kann, das nicht ans Licht soll, beispielsweise Wut und Ärger: Werden diese Impulse *verkapselt*, dann manifestieren sie sich zum Beispiel als <Geschwüre im Mund>, wie im Mittelbild von Muriaticum acidum [Murphys Klinische Materia Medica, S. 1382].

Die Zunge befindet sich direkt hinter dem Mund, einer großen Eingangspforte. Alle Öffnungen, die wir haben machen es möglich, dass wir kommunizieren, aber wissen wir immer im Voraus, ob wir als Nahrung etwas Gutes oder etwas Falsches aufnehmen? Sollte es falsch sein, haben wir dann genügend Kraft es zügig wieder loszuwerden? Wie stark ist unsere Immunkraft?

Erkrankungen der Zunge wie beispielsweise Aphthen (das sind Schleimhautgeschwüre) können ein Hinweis sein auf eine vorübergehende Immunschwäche. Diese Menschen werden vielleicht gerade mundtot gemacht und die feststeckende Wut darüber verbleibt im System. Es kann auch sein, dass sie sich überarbeitet oder sich nachts verkühlt haben. Es fehlte also vorübergehend ein solider Schutz. Das homöopathische Arum triphyllum ist ein schönes Beispiel für einen schutzbedürftigen Patienten. Er fühlt sich <schlechter durch kalten Wind> [Murphys Klinische Materia Medica, S. 254] - ein sensibles Geschöpf mit einer dünnen Aura, an welcher der Wind zerrt.

Zum Schluss die gewohnte Werbung in eigener Sache. Sie lesen eine Kurzbeschreibung meines Werks "Körper - Seele - Homöopathie":




Homöopathie und das sanguinische Temperament


Berührt durch das muntere Vogeltreiben am Futtersilo im elterlichen Vorgarten, habe ich mich in das sanguinische Temperament eingelesen. Es beschreibt Menschen, die umtriebig und lebensfroh sind, kraftvoll und mit schneller Auffassungsgabe. Wir werden in diesem Artikel zwei große homöopathische Mittel (Polychreste) anschauen und dann kleinere Mittel. Sanguis bedeutet Blut. Sanguiniker leben auf einem hohen Energieniveau. Damit sind sie sehr beweglich, mit schnellem Antritt, nicht haftend! Sie strahlen viel Helligkeit und Witz aus, was natürlich Dunkelheit nicht ausschließt.


Astrologisch erkennen wir den Widder. Dieses Zeichen wird vom Mars beherrscht, der rot am Himmel leuchtet. Rot passt gut zu Blut. Damit hätten wir die Wortherkunft abgeleitet. Beim Sanguiniker kommt ein zweiter astrologischer Archetyp hinzu, der Zwilling.

MEDORRHINUM - Das bekannteste sanguinische Polychrest ist Medorrhinum: <Tollkühne, verwegene Kinder> (Synthesis, 199), die <in großer Eile sind> (Barthel, 109). Die Zwillinge-Seite erkennen wir nicht nur in deren <Altklugheit und Frühreife> (Zandvoort, 363), sondern auch in den <gegensätzlichen Extremen in einer Person> (Murphy, 1300). Dieser Menschentyp kann, je nach Situation, feinfühlig oder grausam reagieren.

AGARICUS - Ein sehr witziges homöopathisches Reich, das sind die Pilze. Wir kommen zum Fliegenpilz, Agaricus muscarius. Auch diese Kinder sind verwegen, aber hier sollten die Eltern aufpassen, denn ihr Nachwuchs <rennt an gefährlichen Orten herum> (Zandvoort, 386). Arzneipersönlichkeiten aus dem Reich der Pilze fehlt nicht nur die Beherrschung so mancher sozialer Codes; ihnen fehlt in gefährlichen Situationen oft die schützende Furcht. Der Grund liegt in ihrer Neigung zur Maßlosigkeit. Fliegenpilz-Typen sind zudem gesellig (Zandvoort, 451) und lebhaft (Zandvoort, 461).

LECCINUM - Aus der Reihe der kleineren Mittel habe ich zwei weitere Pilze anzubieten. Der erste ist die Birkenrotkappe (Leccinum versipelle). Diese Kinder <bekommen schnell rote Bäckchen> und einen <heißen schweißigen Kopf> (Karl-Josef Müller in seinem Artikel 'Neigung zu spastischer Bronchitis' aus der Zeitschrift Homoeopathia viva 2/08 - Seite 60 ff.). Diese Beschreibung erinnert an das Widdermittel Belladonna. Über die Zwillinge-Seite schreibt der erfahrene Seminarleiter Müller an gleicher Stelle: „Leccinums Konzentrationswille bei schulischen Anforderungen ist gering; seine Computerspielbox hingegen hat er im Griff.“

USTILAGO MAYDIS (Maisbeulenbrand) zeigt die für Widder typischen ruckartigen Bewegungen. Diese Menschen können nicht ruhig sitzen und einen Bürostuhl funktionieren sie sofort um in ein Fahrgehäuse für die Kirmes (Quelle: Zeitschrift Homoeopathia viva 2/08, Seite 41).

LAMPONA - Ein Tiermittel für diese Liste hätte ich anzubieten, die sehr muntere Spinne Lampona cylindrata. Peter Fraser schreibt über sie in seinem Spinnenbüchlein „Spiders – Suspended between Earth and Sky“ auf Seite 57 ff.: <Geradezu zwanghaft wollen sie sofort etwas haben. Ein plötzlicher Wunsch nach Schlaf kommt in ihnen auf. Typisch ist auch ein impulsiv hereinbrechender Wunsch zu töten, wenn sie attackiert werden.> Diese furchterregende Seite vergisst man schnell wenn man ihnen begegnet: <Sie verfügen über ein Talent, sich mit jeder Gesellschaft einlassen zu können. Diese Fähigkeit ist stärker als nur eine Verkleidung […]; sie können sein, wer immer sie sein wollen.> Lampona ist der variabelste und vielseitigste Typus, der mir in der Literatur bisher begegnet ist. Muss ich erwähnen, dass diese Frauen verführerische Kleider tragen? Das hat natürlich etwas Skorpionisches, aber es ist auch der Spaß an der Verführung, das Spiel!

SOLANUM - Eine kleine Überraschung in dieser Liste ist das Nachtschattengewächs Solanum dulcamara. Der kranke Dulcamara gilt als <habgierig und tyrannisch> (Murphy, 746). Es gibt auch den <kampfeslustigen> (Synthesis, 114) und <redseligen> (Synthesis, 141).

ARNICA -. Fast hätte ich Arnica vergessen! Der kranke Arnica-Mensch rennt in die Mucki-Bude um seine Unzerstörbarkeit zu zementieren. (Wir Menschen sind jederzeit verletzbar; es will es nicht wahrhaben!) Er <lehnt jedes Mitgefühl ab> (Zandvoort, 429). Auch bei Wunden, die genäht werden sollten, geht er nicht ins Krankenhaus. Krank und schwach sein, das geht nicht. Der gesunde Arnica ist ein Spaßvogel, der <gerne foppt> (Zandvoort, 435).

Quellen: Barthels Synthetisches Repertorium Frederik Schroyens’ Synthesis, Ausgabe 2009 / Murphys Klinische Materia Medica / Roger van Zandvoorts Complete Repertory Mind


Zum Schluss erlaube ich mir Werbung in eigener Sache. Angeregt durch die lange Zeit lediglich erlaubten 140 Zeichen bei Twitter entstand in englischer Sprache (weil sie so herrlich kurze Wörter hat) folgendes eBook. Hierin finden Sie 333 psychische Arznei-Beschreibungen, als Keynotes:



Dienstag, 14. August 2018

Homöopathie - Die Cygnus cygnus-Persönlichkeit


Cygnus cygnus ist der Singschwan. In diesem Artikel lesen Sie eine Beschreibung der homöopathischen Persönlichkeit. Die Rubriken, gekennzeichnet mit + am Satzanfang, in welchen wir den Schwan finden, habe ich aus dem Internet; von einer moslemischen Kollegin aus Kalifornien, die sich auf das Ehepaar Sherr bezieht. (Das freut mich deshalb besonders, weil ich bisher erst zwei homöopathisch arbeitende Moslems im Netz getroffen habe. Offenbar steckt die Homöopathie in diesen Ländern noch in den Kinderschuhen):


Mich interessiert an einem Mittel, das ich neu studiere zuerst, ob die Arzneipersönlichkeit in das astrologische Schema der 12 Archetypen passt, mit anderen Worten: Welches ist das dominierende Tierkreiszeichen. Hier kommt die Antwort:

+ Heimweh
+ Wunsch allein zu sein
+ alleinstehend
+ Verletzbarkeit
+ Berichtet von der Vergewaltigung als sei sie gestern geschehen
+ Träumt in die Wolken zu fliegen, weit weg von allem

Wir erkennen im Schlüsselbegriff <Verletzbarkeit> das Zeichen Krebs, das einerseits den Schutz vor Verletzung symbolisiert, doch als "Inneres Schneckenhaus" leider auch ein fragwürdiges Refugium. Hier sitzen die Betroffenen fest, da sie nicht aus ihrem Kummer herauskommen. Deshalb wollen sie fliegen können um alles hinter sich zu lassen. Doch so wie sich die kranke Cygnus-Person verhält nimmt sie ihren Kummer mit in die Wolken!

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+ Glaubt innen hohl oder leer zu sein
+ Glaubt sein Hirn sei lose im Schädel
+ Vergewaltigungserlebnis

Die Cygnus-Persönlichkeit ist ein hochromantisch veranlagtes, schwach inkarniertes Geschöpf, das sich mehr der Mythologie zugehörig fühlt, als dem realen Leben. Den Schwan und das Sterben finden wir übrigens im mysteriösen Ende des bayerischen Königs Ludwigs des II. wieder. Astrologie? Sonne in Haus 12

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+ Brennen in der Harnröhre
+ Häufiger Harndrang
+ Faszination für schwarz und weiß
+ Faszination für Geburt und Sterben
+ Wundheitsgefühl in den Nieren

Mit dem Skorpion betreten wir die Abgründe der emotionalen Welt. Wir erleben, was Hochintensität ist - im Guten wie im Schlechten. Licht und Schatten dieser besonderen emotionalen Verfassung finden wir im berühmten Schwanensee-Ballett von Tschaikowsky, wo wir den weißen und schwarzen Schwan - immer als Doppelrolle gespielt - kennen lernen. Hier ist der starke Sex-Appeal des schwarzen Schwans bemerkenswert, in welchem sich die Affinität zum Missbrauch im Mittelbild erkennen lässt. Cygnus-Menschen signalisieren einen Wunsch nach großer emotionaler und sexueller Verbundenheit und Tiefe, welcher von Tätern missgedeutet wird. Betroffene sollten daher lernen – ähnlich wie Hyoscyamus – mit ihrem hochintensiven Partnerwunsch offen umzugehen und zu artikulieren, wodurch sie befriedigt werden --- und was im Gegenzug auf keinen Fall passieren darf. Diese Klarheit wird jegliche Missdeutungen ausschalten. Astrologie? Mond in Skorpion.

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+ Missbrauchs- und Vergewaltigungshintergrund

Der Täter deutet die erregende, melancholische Aura dieses Menschen als Einladung zu sexueller Überwältigung. Astrologie? Venus im 8. Haus

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+ Bedürfnis sauber zu sein
+ Tendenz sich oft zu waschen
+ Will Verunreinigungen loswerden
+ Überängstlich wegen ihrer Gesundheit
+ Brennen in der Harnröhre

Die makellose Schönheit dieses Schwans verstehe ich als perfekte Entsprechung für einen Jungfrau-Saturn. Das <Brennen in der Urethra> ist auch eine Abwehr gegen etwas Unreines, das in den Körper gelangt sein könnte. Cygnus ist ein klinisch reiner Romantiker. Mit dem realen Leben kann er wenig anfangen. Es ist ihm zu verdreckt.

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+ Finden sie ihren Seelenpartner nicht, stürzen sie in eine Depression
+ Sie erleben den Kummer täglich neu und er verkrüppelt sie
+ Der Brustkorb fühlt sich eng an als würde ihn jemand zudrücken
+ Erstickungsgefühl
+ Glaubt durch Chemikalien [...] kontaminiert zu werden
+ Klinische Depression
+ Brennen in der Harnröhre


Es scheint als erinnere sich der Cygnus-Mensch an eine ideale Beziehung. Diese will er - sonst keine. Der dahinter stehende Absolutheitsanspruch ist hochproblematisch, denn er legt die Grundlage für die <klinische Depression>. Die Verschmelzung mit der Wunschpartnerin ist gescheitert und nun ist er alleinstehend.



Im Darmstädter Vortex-Garten von Henri Nold - https://mathildenhoehe.org/
Das <Zerquetschungsgefühl im Brustkorb> lässt vermuten er sei das Opfer, doch das stimmt nicht, denn .. 

... der Schwanenmann ist es selbst, der durch seine Erzwingung das Symptom selbst erschaffen hat. Er will die Macht des Schicksals beugen. Unter der perfekten Partnerin macht er es nicht!


Das <Brennen in der Urethra> zeigt im Übrigen die ungewöhnliche Intensität des Beweinens, wenn er sie dann nicht bekommt. Astrologie? Pluto in Haus 1


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+ Das Herz ist betroffen durch den Kummer
+ Anfälligkeit für Palpitationen und Thoraxschmerzen
+ Anmutig kommt die Patientin herein, als gleite sie durchs Wasser

Betrachtet man die makellose Schönheit dieses weißen Tieres als Signatur, sowie die gerade beschriebene Ausstrahlung der Patientin, mitsamt der Herzsymptome, so kommt man als astrologisch Vorgebildeter auf den Gedanken, dass der Absolutheitsanspruch in Sachen Beziehung etwas sehr Vermessenes haben muss. Der Cygnus-Mann gibt sich nicht mit einer Bürgerlichen ab, denn er will eine Königin. Offenbar hat er sein Königreich verloren und seine Herzprobleme legen das zugeschüttete Herrschergebaren offen. (Das Herz ist astromedizinisch dem Löwen zugeordnet.) Damit hätten wir nicht nur ein skorpionisches Beziehungsdrama, sondern ein löwetypisches noch oben drauf.

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+ Influenza-ähnliche Symptome
+ Entzündungen der Augen und der Nase
+ Überempfindlich bezüglich Gerüche und Geräusche

Die Infektanfälligkeit beim Cygnus-Menschen weist auf seine Durchlässigkeit hin. In puncto Individuation lernen Betroffene, Teil ihrer Umgebung zu werden. Sie nehmen jetzt Gerüche und Geräusche wahr. Mit seiner Erhabenheit ist es zu Ende. Sie sind vom Thron herabgestiegen und menschlich geworden. Astrologie? Sonne Aspekt Neptun.


Zum Schluss wie immer Werbung in eigener Sache. Mehr Infos zu Homöopathie und Astrologie erhalten Sie durch meine Bücher und eBooks: