Dienstag, 23. Oktober 2018

Astrologie - Gnade und Fluch des Zeichens Fische


Die astrologischen Fische sind das letzte Zeichen des letzten Quadranten, eine Art großer Abschluss. Der Tierkreis stellt also eine Reise dar. Vom Ich zum Du, über das Wir, zum Kosmos. In diesem Blogartikel zeichne ich meine persönlichen Erfahrungen mit diesem Zeichen nach.

Indien ist ein Jungfrau-Fische Land. Ein Kolonialbeamter beschrieb Indien einmal als „die einzige funktionierende Anarchie dieser Welt.“ Das Land ist Heimat des Buddhismus. Dieser vermittelt Hingabe und Mitgefühl. Gerade letzteres ist dem Dalai Lama immer wieder ein besonderes Anliegen. Als ich ein kleiner Junge war erlebte ich auf Besuch meine Urgroßeltern, die beide im Zeichen Fische geboren waren. Von ihnen ging eine heitere Stille aus, die ich in meinem Leben wohl nie erreichen werde – nur in wenigen glücklichen Momenten. Meine Urgroßmutter ist mir mit ihrem Standardsatz in Erinnerung:

„Es hat immer funktioniert und das wird es morgen auch.“


Es kommt mir inzwischen so vor als trügen die Fische die Erinnerung an alle Lernprozesse der Menschheit in sich. Während das Gegenzeichen Jungfrau die Kontrolle gewinnen will, haben die Fische losgelassen. Sie vertrauen. Sie müssen nicht mehr sofort aktiv werden. Als ich in einem Elektroniklager angestellt war, arbeitete ich unter einem Lagerleiter. Das Chaos auf seinem Schreibtisch und die vielen Unabwägbarkeiten seines Alltags ging er mit Gelassenheit an. Er brachte mir bei:

„Die meisten Schieflagen regeln sich im Laufe des Vormittags von alleine.“


Er musste nicht eingreifen. Es reichte ihm vollkommen aus zu beobachten. Ich hörte auch niemals, dass er irgendjemanden bewertete. Gerade bei Menschen mit Fische-Mond ist mir das aufgefallen. Es ist eine Engelsgeduld, speziell mit Sonderlingen und Behinderten. Ihr Mitgefühl geht so weit, dass sie es fast klaglos hinnehmen, wenn sie durch diese Menschen materiellen Schaden erleiden. Eine weitere Gnade des Zeichens ist das Heilen. Das Sehen der Aura ist für sie kein Wunder. Sie wissen was die Akasha ist und sie können von dort Infos herunterladen auf ihr Kronenchakra. Ihre Fähigkeiten können allerdings in Größenvorstellungen gipfeln die Erde heilen zu können. Damit sind wir bei den dunklen Seiten.

Ein großes Problem, das sind ihre sehr hohen Menschheitsideale. Der Musiker Kurt Cobain scheiterte als dreifacher Fisch auch an diesen Idealen. Ebenfalls problematisch ist das ständige Hinausschieben von zu erledigenden Dingen, was in völliger Verschlampung enden kann. Ein kosmisches Wesen zu sein, jenseits der bürgerlichen Absicherung, das ist für manche fischigen Erdenbürger eine Überforderung: Sie verlieren ständig Geld und Schlüssel. Im Winter haben sie keine wärmende Jacke an, da chronisch pleite. Dann fahren sie schwarz und landen bald schon im Gefängnis. Diese Zeit gibt ihnen nur vorübergehend Halt. Es ist ein Verlorenheitsgefühl. 

Mein Klavierlehrer war ein Fische-Mann. Er kraxelte auf wilden Müllhalden herum und baute Weggeworfenes zu einmalig schönen Möbeln um. Sein materieller Status war ihm egal. Er machte vieles ohne Bezahlung.

Nach diesem schweren Thema kommt ein leichtes Comedy-Video:




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Montag, 8. Oktober 2018

Die Prostata und das stille Weinen


Die Vorsteherdrüse stellt den überwiegenden Teil der Samenflüssigkeit her. Damit werden Nachkommen gezeugt und der Mann erlebt sich als Transporter von Erbsubstanz. Dieses potente Thema bedeutet auf einer Meta-Ebene noch viel mehr. Es geht nämlich um die Liebesfähigkeit an sich. Bestes Beispiel ist der homöopathische Staphysagria-Typ. Seine chronische Prostatitis zeigt Beschwerden nach enttäuschter Liebe an und das ist für ihn, der mit seinem Selbstwertgefühl ohnehin schon große Probleme hat, ein schwerer Schlag. Wie Sie vielleicht schon ahnen befinden wir uns astrologisch im 5. Haus.

Das Genitalsystem des Mannes ist psychologisch eng mit seiner Selbstwertschätzung verbunden, ganz gleich ob es ein Ziehen im Samenstrang ist oder ob es sich um Hodenprobleme handelt. Das bedeutet: Sobald er als Liebhaber oder Kindermacher einen Knacks bekommt, können sich körperliche Symptome einstellen, etwa eine Vorhautverengung oder Leistenprobleme. Diese Beschwerden erlauben es ihm aus der Sexualität auszusteigen. Er ist überfordert. Das bedeutet zum Beispiel für den Staphysagria-Mann: Gerät er an eine ganz andere Partnerin, so kann es sein, dass seine chronische Prostatitis schneller weg ist als er denken kann.

Die gesunde Prostata ist genauso groß wie eine Kastanie

Damit hätten wir das Thema Sexualität abgehandelt. Bei meinen Nachforschungen war ich verblüfft zu sehen, dass die Prostata auch um die Themen Heim, Angehörige und Erinnerungen kreist. Astrologisch sind wir jetzt im 4. Haus. Steigen wir ohne Umschweife ein in empfohlene Mittel aus dieser Internetseite:

Dort fand ich unter anderem die Arzneien Conium, Sepia und Sulphur. Dabei fiel mir auf: Es sind Mittel aus der Rubrik <Verweilt bei vergangenen unangenehmen Ereignissen>1). Die Rubrik bedeutet: Ein bestimmtes Ereignis wurde vom betroffenen Mann seelisch nicht verarbeitet. Der Konflikt stürzte dann ins Körperliche.

Jetzt wird es interessant: Wir sollten uns damit vertraut machen, dass es nicht nur Pulsatilla-Mädchen, sondern auch Pulsatilla-Männer oder Heranwachsende gibt … und hier kommt die Rubrik:

<Sorgen um häusliche Angelegenheiten>2)

Kein Mann auf dieser Welt wird über häusliche Sorgen offen sprechen. Es ist ihm peinlich. Es ist unmännlich, denn „der Mann muss cool sein.“ Er hat ja alles im Griff!

Ähnlich ist das mit einem Mann, auf welchen Cyclamen passt - ein weiteres Mittel aus obiger Liste. Das Alpenveilchen ist eigentlich auch ein Frauenmittel. Wir notieren die Rubrik:

<Verlassenheitsgefühl>3)

Es geht weiter. Die Kieselsäure ist klassisch ein Mittel für die Prinzessin. Also noch ein Frauenmittel. Aber es muss auch Silicea-Männer geben: Blond, feinnervig und feines Haar. Hier kommt die passende Rubrik:

<Sehnsucht nach den Angehörigen und dem Zuhause>4)

Die kranke Prostata kann ein Hinweis sein, dass der Mann an einem Nestverlust „herumkaut“ und ihn still beweint.


Dieser Schluss ist so offensichtlich. Wir Männer kommen daran nicht vorbei. Meist kommt oben drauf noch ein Alkoholproblem, denn es ist ein typisches Männerreaktionsmuster Entbehrungen in Alkohol zu ertränken. (Das nur als zusätzlichen Hinweis für Angehörige!)

Zur Prostata gibt es ein Comedy-Video von Torsten Sträter. Er ist der literarisch begabteste Comedian, den unser Land hat, geht aber auch gern ins Derbe. Er belehrt uns: "Die Prostata ist unten hinten ... und sie kommt nicht von alleine raus."



Anmerkungen:
1) Barthels Synthetisches Repertorium, S. 208
2) Barthels Synthetisches Repertorium, S. 173
3) Roger van Zandvoorts Complete Repertory Mind, S. 266
4) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1872



Sonntag, 7. Oktober 2018

Warum rülpset und furzet Ihr nicht


"Hat es Euch nicht geschmacket?" ... Als Mittelalterfan kenne ich diesen Spruch. Ich habe Burgen aus dieser Zeit besichtigt und mir das Ambiente mittelalterlicher Fressgelage angeschaut. Die Adligen hielten Hof und deren Gäste ließen es sich gutgehen. Luft abzulassen war Folge des Überfressens – gewollt, da lustvoll. Damit wäre das abgehakt. In diesem Artikel soll es vielmehr um chronisches Luftablassen gehen. Wir wollen uns anschauen was die Seele damit ausdrücken will.

Es gibt Menschen, die Probleme damit haben anderen mitzuteilen, dass selbige auf Distanz bleiben sollen. Es fehlt ihnen der Mut oder sie haben Angst, sie könnten für gestört gehalten werden. Im Extremfall sind es feige Menschen, denen nichts anderes übrig bleibt als ein Körpersymptom vorzuschieben um Distanz zu erreichen. Sie rülpsen lautstark oder „lassen mächtige Schirme stehen.“

Komm, wir gehen zum Bahnhof und lassen einen fahren!


Die passenden homöopathischen Arzneien werde ich nachreichen. Ich habe im Moment keinen Zugang zu meinem „Boericke.“ Ich erinnere mich, dass Sepia darunter war, aber es gibt noch drei weitere große Arzneien, die auf beide Beschwerden passen und mit welchen reichlich klinische Erfahrungen vorliegen.

Natürlich habe ich weitergehend geforscht. Mir ist seit längerem aufgefallen, dass Rülpsen und Ausstoßen von Darmgasen nur ein Teil des größeren Problems sind, nämlich von <Verdauungsstörungen>. Fachleute haben dafür einen Begriff, mit welchem sie Eindruck schinden können. Sie sprechen von <Dyspepsie>.

Schon der Philosoph Friedrich Nietzsche bezeichnete uns Deutsche als Dyspeptiker. Er führte aus, dass die deutsche Tiefe, wie sie aus unserer großen Literatur bekannt ist, oft mehr eine Schwere sei, eine Art Verdauungsstörung … und dass sie darauf hinweist wie sehr wir manches gar nicht verarbeiten könnten.

Ich ziehe meine Kenntnisse auch aus 4000 Jahren Astrologie. Sie begleitet meine Arbeit. Sie ist für mich Katalog- und Erklärungssystem gleichermaßen. Mir fiel auf, dass folgende Konstellationen bei Dyspeptikern immer wieder auftauchen:

Mond in Jungfrau / Mond im 4. Haus.

Wenn wir beides miteinander kombinieren, dann bekommen wir einen Einblick in die geistige Welt dieser Menschen und ich habe dafür folgende Formel:

Der Rülpser und Furzer ist empfindlich gegen alles was nicht aus seiner kleinen Welt kommt. Sein Zuhause ist wie eine viereckige Gebärmutter in welcher er auswendig weiß wo alles steht. Seine Kreativität ist erlahmt, er meidet Neues. Damit wird er hochverletzbar, sobald etwas Unbekanntes erscheint. Er verweilt bei vergangenen unangenehmen Erinnerungen, die er totanalysiert.

Bei vielen Menschen mit Mond in der Jungfrau besteht eine ängstliche Abneigung gegen Veränderungen. (Das gilt besonders, wenn zusätzlich die Sonne in einem fixen Haus oder Zeichen steht.) Zu verdauen bedeutet auf geistiger Ebene, einen inneren Umgestaltungsprozess aktiv zu begleiten und daran zu glauben, dass "schon alles gut geht." Diese Zuversicht fehlt aber einem ängstlichen Menschen. 


Wir finden diese Haltung in der homöopathischen Rubrik <Angst vor der Zukunft>. 


Dieser Dyspeptiker wird sich erst dann besser fühlen, wenn er seine Zuversicht entdeckt. Verharrt er in seinem Angstmuster, dann wird der Körper ihm das als Intoleranz oder gar Nahrungsmittelallergie aufzeigen.

Carolin Kebekus kann auch etwas dazu sagen:

Freitag, 5. Oktober 2018

Psychosomatik der Enddarmentzündung (Proktitis)


Der anale Typus nach Professor Sigmund Freud ist bei diesem Thema sofort präsent. Auf diesen eigensinnigen, geizigen Sauberkeitsfanatiker möchte ich aber nicht eingehen, sondern zwei Themen aufgreifen, die weniger bekannt sind. Der Enddarm ist die tiefste Stelle unserer Verdauung und diese Tiefe spielt eine Rolle. Sie lesen etwas über tiefe Ängste und tiefe männliche Unterlegenheitsgefühle.

Die Proktitis ist eine Entzündung des Enddarms. Nach meiner Erfahrung sind die Themen von Enddarm und Anus aber nicht sauber zu trennen. Wir fassen sie also zusammen. Weil das Thema obendrein noch peinlich ist, zeige ich Ihnen zuerst ein Video zum Lockerwerden:



Einer meiner großen Helfer ist die Klinische Materia Medica von Joseph Murphy. Auf Seite 2267 listet der Autor unter anderem 8 homöopathische Arzneien, die bei Proktitis eingesetzt werden: Aesculus hippocastanum, Antimonium crudum, Hepar sulph, Mercurius, Nitricum acidum, Opium, Phosphor und Sulphur. Beginnen wir mit der <großen Angst> und versuchen herauszufinden warum sie ausgerechnet im Enddarm tobt.

Antimonium ist 4-wertig gelistet unter <Angst> 1)
Mercurius <hält jeden für seinen Feind> 2)
Nitricum acidum (Salpetersäure) <hat ein allgemeines Angstgefühl> 3)
Opium <hat das Vorgefühl einer drohenden Gefahr> 4)
Phosphor <fürchtet, es könne sich etwas ereignen> 5)

Leider fehlt mir bezüglich Pluto im 12. Haus – das ist die astrologische Entsprechung – die Erfahrung mit Klienten. Was ich aber weiß ist:

Es ist eine <tiefe>, durch keinerlei Anhaltspunkte zu begründende Angst.


Der einzige Ansatz, den ich habe, bezieht sich auf Opium und Phosphor. Diese Betroffenen können so nahe an der Kollektivseele sein, dass sie die Ängste der Massen für ihre eigenen halten. Was mich nämlich stutzig gemacht hat, ist das beschriebene <Vorgefühl>. Opium und Phosphor sind – im Extremfall – ätherisch veranlagt oder tätig und das ohne Bodenhaftung. Das ist eine extrem gefährliche Lebenssituation!

Es kommt mir vor als schnappten sie in ihrer abgehobenen Vergeistigung alles Mögliche aus der Akasha-Chronik auf und lassen sich davon einschüchtern.


Dabei kann es sein, dass sie von Massenpanik aus dem untergehenden Atlantis gerockt werden – also von etwas, das gar nicht aktuell ist. Das Problem mit der Akasha ist: Als ewiges Gedächtnis befindet sie sich außerhalb des Raum-Zeit-Schemas. Falls Sie, liebe Leser, damit im Moment nichts anfangen können, machen Sie sich keine Gedanken. Sie werden es verstehen wenn es an der Zeit ist. Vielleicht erinnern sie sich an den Hollywoodfilm "Hinter dem Horizont." Der Regisseur führte die Zuschauer für einige Minuten durch die Akasha. Wir sahen eine eindrucksvolle Bibliothekshalle, in welcher Menschen hinein- und heraus schwebten. 

Wir kommen dann zum nächsten Thema: Auffällig ist die <Angst vor bösen Männern>, konkret:

Mercurius: <Furcht vor Einbrechern> 6)
Phosphor: <Furcht vor Einbrechern> 7)
Sulphur: <Furcht vor Räubern> 8)

Die Ursache sind männliche Unterlegenheitsgefühle. Wer davon betroffen ist muss anscheinend, um Karriere zu machen, anderen in den Arsch kriegen. Damit komme ich auf die Botschaft des Comedy-Videos zurück. Das passende homöopathische Mittel kann helfen den Mann in sich zu stärken um eine Position im Unternehmen zu erreichen, ohne Schleimerei und Hinterhältigkeit. Hinter- = Hintern. Manches ist so einfach!

Danke sehr für’s Lesen und alles Gute für Sie!

Anmerkungen:
1) www.OpenHomeo.org im Internet
3) www.OpenHomeo.org im Internet
5) Barthels Synthetisches Rep, S. 73
6) Barthels Synthetisches Rep, S. 73
7) Barthels Synthetisches Rep, S. 73