Sonntag, 28. März 2021

Das Horoskop gegenüber dem Horoskop

Astrologie-Anfänger lernen wie man einen Planeten durch alle Zeichen “dekliniert:” Venus im Widder, dann im Stier … und so fort, bis zu den Fischen. In einem Horoskop gibt es aber nicht nur die Reihenfolge, sondern auch Polaritäten, also etwas das gegenüber ist. Davon handelt dieser Artikel.


Kongresszentrum in Darmstadt ("Schiefe Schachtel" im Volksmund)
Die Häuserzeile gegenüber spiegelt sich in der Fassade - daher meine Bildwahl :)


Die Astrologie denkt in Polaritäten


Jede gute Astrologie-Lehrerin unterrichtet die astrologischen Häuser und Zeichen als Polarität. Das bedeutet: Erstes Haus, zusammen mit dem siebten Haus oder Jungfrau und danach, ergänzend, die Fische. Diese Methode ist nicht nur esoterischer als das Vorgehen nach der Reihenfolge, es erlaubt auch tiefere Einsichten in die psychologische Astrologie. Wir erleben nämlich im Mitmenschen die Polarität zu uns und besonders in jungen Jahren werden wir uns an diesem “so ganz anderen Gegenüber” reiben, vielleicht auch wütend auf sie oder ihn sein.


Die Projektion des Schattens auf das Gegenüber


Ein typischer Steinbock-Jüngling wird deutlich machen wollen, dass er Kälte und Härten aushalten kann, auch auf seinem Weg nach oben. Das kann eine Karriere sein oder auch das Bergsteigen als Hobby. Eine weiche Seite hat dieser sehnige, introvertierte Mensch auch, aber er wird sie auf den rundlichen Krankenschwester-Typ projizieren. Das wäre der Krebs-Typ: sensibel und sehr familienbezogen. In der ersten Hälfte vermeiden oder missverstehen die Krebse Kälte und Härte gegen sich selbst, entwickeln aber später eine Sehnsucht auch diesen Aspekt des Lebens kennenzulernen. Oft ist es so, dass ein Steinbock-Partner diese Funktion für sie übernimmt. Dann haben sie die Polarität durch den Ehevertrag mit “eingekauft,” müssen sie nicht selber leben. Der Partner tut das "für sie."


Der unbewusste Wunsch nach Integration des Andersartigen


In meinem eigenen Horoskop stehen zwei Planeten im Schützen. In meiner zweiten Lebenshälfte entdeckte ich den für das Zeichen Zwillinge typischen Spott, fing an auf Kosten anderer Späße zu machen und das Schwarz-Weiß-Schema des Erlebens in mir selbst zu entdecken. Das geht auch umgekehrt, wenn eine Dame, die als junge Frau eher oberflächlich war (Zwillinge) auf einmal die tiefe Sinnhaftigkeit des Lebens (Schütze) entdeckt.

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