Sonntag, 10. Mai 2026

Die Häuser 5 und 11

Wir machen weiter mit dem Häuserpaar 5 und 11, das folgende drei Gegensätze und Kontraste symbolisiert:


Ego -> Gruppe 


In Haus 5 befindet sich die Bühne des Lebens. Sie ist erhöht und die Zuhörer stehen und sitzen etwas tiefer. Dadurch entsteht eine Hierarchie: Wir schauen zum Redner auf, er steht im Mittelpunkt des Interesses.

Im Extremfall wird der Bühnenauftritt zur dringend benötigten Nahrung für das defizitäre, kranke Ego, das nur eines will: Genugtuung für die Schmach, unter einer narzisstischen Mutter gelitten zu haben, die alles an Aufmerksamkeit aufsaugte - wie ein Schwarzes Loch im Universum.

Das elfte Haus zeigt uns, dass kein einzelner Mensch wichtig ist, sondern die Gruppe, die Gemeinschaft. Wir sollen lernen, im Kollektiv zu denken, zu fühlen und zu handeln. Dieses Haus ist eine entgegengesetzte Welt, denn hier zählt nicht die gut gemachte Show, sondern die bescheidene Hintergrund- und Graswurzelarbeit. Diese soll unprätenziös vonstatten gehen, beispielsweise mit Parteisoldaten, die ihr Ego überwinden indem sie für eine gerechtere Gesellschaft kämpfen ... und gerade eben nicht für persönliche Vorteile.


Alleinherrschaft -> Herrschaft der Vielen ... bzw. zentral -> dezentral


Unser Bundeskanzler hat Kraft seines Amtes Richtlinienkompetenz. Er bestimmt wohin es mit unserem Land geht. Haben wir bedeutende Planeten in Haus 5, dann erheben wir - wie er - einen Führungsanspruch. 


Foto: Reuters

Dieser kann einen Autokarten in uns hervorbringen und im Extremfall einen absolutistischen Herrscher. In Nordkorea und Eritrea geht das noch weiter. Dort werden gefürchtete Diktatoren verherrlicht, was man Personenkult nennt.

Haus 11 gibt das Gegenteil vor: Es symbolisiert eine Gesellschaft, in welcher Aktionen, samt der damit verbundenen Macht, aus vielen kleinen Gruppen kommen.


Kinder -> Freunde


Diese Gegensätze deuten einen Kontrast an zwischen verpflichtender Bindungskraft und freiem Miteinander. 

Wir haben die Freiheit Freunden zu sagen, dass wir nicht mehr wollen. Ich habe das erlebt. Eine langjährige Freundin bedankte sich für meine Freundschaft. Ich war wie vor den Kopf gestoßen, bis ich realisierte: Im Gegensatz zu Kindern haben wir bei Freunden die Freiheit zu sagen: Es passt nicht mehr.

Kindern gegenüber haben wir Verantwortung in Bindung. Wir sind nicht nur erziehungsberechtigt, sondern auch verpflichtet. 

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