Dienstag, 20. März 2018

Homöopathie - Der Rhodium metallicum Typ


Rhodium metallicum ist ein kaum bekanntes homöopathisches Mittel. Im Periodensystem der Elemente wird es als Stadium 9 der Silberserie gelistet. Anders als bei Gold oder Iridium fehlt dem Rhodium-Arzneityp das Bewusstsein einer hohen Kaste anzugehören. Er muss darum kämpfen als edler Mensch wahrgenommen zu werden. Ich sehe da Ähnlichkeiten mit der kranken Platina, doch warten wir ab! Alle Rubriken in diesem Artikel sind folgender Internetseite entnommen:


Rhodium ist das teuerste Edelmetall. 31 Gramm kosten sage und schreibe 2000 €. Wenn wir den Charakter dieses Arzneityps erspüren wollen, dann sollten wir alle Symptome auf diese Tatsache beziehen. Beginnen wir mit dem ersten Symptom:

+ Gefühl, dass das Herz herunter rutscht, schlechter durch tiefes Atmen.

Das Herz als Motor des Kreislaufssystems ist unser Zentrum. Ihm entspricht das Ich auf der Seelenebene. Das Herz wird nicht als feste innere Instanz angesehen, sondern als etwas das frei im Brustkorb wabert – als gäbe es weder Felle, Faszien noch sonst etwas, das innerlich bindet. Irgendetwas lässt ihn vermuten, dass es in seinem Körper keine verlässlichen Strukturen gäbe, die alles zusammenhalten. Die *Modalität, schlechter durch tiefes Atmen* zeigt: Er fürchtet die Weite, weil sein Herz dann noch mehr verrutschen könnte - und damit auch sein Ich. Ausgerechnet das Ich eines Edelmetall-Typen, eines hochstehenden Menschen. Dieser sollte Edelmut ausstrahlen und ein Überlegenheitsgefühl.

Beim kranken Rhodium ist ein Knacks im Selbstwertgefühl zu erkennen.


Der Unterleib ist für ihn und sie schmutzig, ebenso Geschlechtsverkehr; "Kinder zu machen ist eine Schweinerei"; die Folge sind Probleme mit Eierstöcken und Hoden. Nennen wir das Ganze <Prüderie>. Der höhere Sinn menschlicher Sexualität ist aber das Bewusstsein neues Leben zu schaffen. Psychisch gesunde Eltern sind zudem stolz, mit der Zeugung ihre Gene weiterzugeben. Wir erkennen uns in unseren Kindern wieder und das sollen wir auch. Ist das Bild von der eigenen herrlichen Schaffenskraft aber gestört, dann fehlt auch die Freude am Sex. Diese Einträge beweisen es:

+ Probleme mit Ovarien und Hoden
+ Fehlende Erektionen beim Mann
+ Genussloser Koitus bei der Frau

Rhodium ist das teuerste Edelmetall überhaupt. <Edel> zu sein ist verwandt mit <adlig>: Rhodium könnte somit aus der höchsten Kaste kommen, dem Geldadel. Das ist meine Arbeitshypothese, denn über das gesunde Mittelbild weiß ich noch nichts. Im kranken Mittelbild existiert eine Angst, aus der Höhe zu stürzen. Zwei weitere Einträge weisen auf das Temperament Steinbock hin:

+ Träume vom Fallen aus großer Höhe
+ Große Angst zu versagen
+ Ringen um Anerkennung

Der kranke Rhodium-Typ ist der Meinung, dass er sich seinen edlen Status hart erarbeiten muss und dass ihm folglich nichts zufliegt.


Die innere Programmierung lautet: "Ich schaffe es nicht und werde wieder nur Zweiter!" Diese Programmierung ist maximaler Stress und zeigt eindrucksvoll das eher junge Stadium 9.

Kommen wir zum Schluss, mit weiteren Rubriken:

+ Meinung der anderen ist wichtig
+ Herzschläge setzen aus
+ Schmerzhafte Diarrhö

Es ist ein ständiges Bemühen vor anderen ein gutes Bild abzugeben und den Erwartungen anderer zu entsprechen. Auf der Bühne der Öffentlichkeit sind kranke Rhodium-Typen äußerst angespannt und haben Lampenfieber: Herzsymptome und Diarrhö sind das Ergebnis. Sie haben Angst durchzufallen.

Kommen wir zurück zum <mangelnden inneren Halt>. Mein Lösungsansatz ist: Der Rhodium-Typ braucht - ähnlich wie die kranke Pulsatilla festes Bandagieren um den Glauben an den inneren Zusammenhalt der Dinge zurück zu gewinnen. Aus dem Blickwinkel der Karmalehre verbergen sich hinter diesem geheimnisvollen Geist-Symptom traumatische Wegreißungs- und Auflösungserlebnisse.

Mittwoch, 7. März 2018

Hochsensibilität und Homöopathie Teil 1


Als die Homöopathie begründet wurde benutzten Ärzte den Begriff der <Überempfindlichkeit> für bestimmte Patienten. Später nannte man Menschen mit einem besonderen Nervensystem <vegetativ labil>. Heutzutage existieren Konzepte rund um die <Hochsensibilität>. Diese Bezeichnung ist zwar auch nicht perfekt, hat aber den Vorteil, dass sie weniger wertend ist. Die Homöopathie hat entsprechende Mittel rund um die Hochsensibilität, wobei ich allerdings weder praktische Erfahrung habe noch weiß, welche Befindlichkeiten bei welchem Arzneityp gebessert werden könnten.

Ich habe Rubriken aus Barthels Synthetischem Repertorium ausgewählt, welche den besonderen Nervenstatus der Hochsensiblen darstellen. Sie finden diese Rubriken jeweils eingerückt, dahinter die Seitenzahl. Es geht um 7 Arzneien. Sicherlich gibt es mehr, aber mir geht es ausnahmsweise darum große Mittel dazustellen, weil darüber mehr klinische Erfahrung vorliegt. Beginnen wir mit Barium carbonicum.

Wer „Forrest Gump“ gesehen hat, kennt diesen Arzneityp. Der kranke Barium-Typ ist schwerfällig, erscheint dumm und hat bei Frauen keine Chance. Der gesunde hat sich eine stoische Selbstversenkung angeeignet, wie wir sie ebenfalls bei Forrest sehen können, vor allem in den herrlichen Szenen als er, gefolgt von seinen Lauf-Jüngern durch die Lande joggt. Wenden wir uns dem hochsensiblen Typ zu: Das Barium-Kind versteckt sich nicht nur, weil es Minderwertigkeitsgefühle hat, sondern auch weil die schnelle und anspruchsvolle Umwelt für ihn eine krasse Überforderung darstellt. Daraus folgt eine <Abneigung gegen Gesellschaft>, Seite 101 f.>

Er würde lieber in einem Zeitalter leben, in welchem die 10 Stufen des Müßiggangs praktiziert werden. Dort würde er nicht verspottet. Halten wir fest: Das soeben in rot Gedruckte ist der erste Baustein für Hochsensibilität. Doch wie kommt es zu dieser Überforderung?

Hochsensible Menschen wie Calcium, Pulsatilla oder Staphysagria sind dünnhäutig und ihre Aura meist löchrig. Damit werden sie empfänglich für fast alles was in ihrer Umwelt geschieht … und derart verwirrt wie das beispielsweise von Pulsatilla bekannt ist. Das Ergebnis ist Anteilnahme oder sogar Sozialkompetenz. Eine leicht veränderte Mimik im Partner … und schon reagiert Staphysagria mit Fragen: „Was ist mit Dir?“ Die Rubrik heißt:

<Schreckliche Dinge ergreifen sie tief>, Seite 162

Damit verwandt ist folgende Rubrik: <Erschreckt leicht>, Seite 58

Der geringste Windhauch reißt eine kranke Natrium carbonicum aus der Bahn. Der Grund liegt in einem Nervensystem, das gewissermaßen wie Espenlaub reagiert. Der kleinste Auslöser und es geht ein böser Ruck durch den ganzen Körper.

Gehen wir eine Ebene tiefer. Was bewegt diese Menschen? Es sind Ängste, die wir in folgender Rubrik finden: <Voller Sorgen>, Seite 172

Es fehlt an einer gesunden Wurschtigkeit, aber auch an Urvertrauen, dass da schon kein wirklich gefährliches Geräusch ist. An den zahlreichen Sorgen kann man therapeutisch arbeiten, um das *sich immer mehr Sorgenbäumchen voller Verzweiflung* (ein Arbeitsbegriff von mir) zurückzustutzen. Ängste können sich sonst immer weiter verzweigen, bis der Baum alles andere überwuchert. Anfällig dafür sind insbesondere astrologische Jungfrau-Monde.

Pulsatilla ist hochsensibel, weil sie aus 99% Gefühl besteht. Emotion ist etwas Fließendes. Die pulsatillische Emotion ist hochbeeinflussbar und gerade Pulsatilla ist in ihrer Orientierungslosigkeit und Naivität anfällig. Naiv ist ebenfalls der klassische Sulphur. Seine Hochstapelei ist auch das Ergebnis einer Angstfreiheit, ihm geschehe wohl nichts, auch wenn er als Gauner oder Fremdgänger auffliegt. Treibt Sulphur seine herablassenden Spiele und seine Frauenverachtung auf die Spitze, dann kann er tief fallen. Alles wird schwer. Er versinkt in Sorgen, erschreckt sich an jedem kleinen Geräusch und verlässt das Zimmer nur noch zum Brötchenholen. Halten wir fest: Sulphur ist von Natur aus nicht hochsensibel, wird es aber nach einer schweren Dekompensation.

Das Problem bei Staphysagria ist der schwere Mangel an Wehrhaftigkeit. Deshalb wird er von anderen Menschen fertig gemacht. Diese Machtlosigkeit befeuert seine Ängste und die muss er kompensieren. Ich möchte das nicht ausführen und bitte meine Leser das Thema in Philip Baileys "Psychologische Homöopathie" nachzulesen. Herr Doktor schildert ein halbes Dutzend Subtypen von Staphysagria und wie sie ihre Lebensenttäuschung aufarbeiten.

In meiner Liste sind drei Arzneien mit Karbon-Anteil: Barium-, Calcium- und Natrium carbonicum. Bei Metallsalzen ist es oft so, dass die Zweitsubstanz, hier Kohlenstoff, bewirkt dass die Schwächen der Erstsubstanz kompensiert werden. Sorgen, Schreckhaftigkeit und Rückzugswunsch kompensieren diese Arzneitypen etwa durch den Kauf von Gold und Silberbarren, einer Hinwendung zu Gott und einer Suche nach familiärem Halt.

Im zweiten Teil möchte ich Theorien hochladen, wie ein Mensch überhaupt zum Hochsensiblen wird. Was könnte die Löcher eingerissen und ihn damit schreckhaft gemacht haben?

W E R B U N G: Weitere Infos erhalten Sie in folgenden Büchern und eBooks von mir:






Dienstag, 6. März 2018

Homöopathie - Phalaenopsis gigantea


Die Homöopathie kennt einige Orchideen. Eine davon ist Phalaenopsis gigantea – die Elefantenohr-Orchidee. Kunden der Supermärkte kennen sie, denn sie wird gerne im Eingangsbereich in einem kleinen Plastikeimer mit Folie eingewickelt angeboten. Menschen, die auf diese Substanz passen, leben noch aus der <Großen Verbindung> und ich nehme das zum Anlass, auch einmal die karmische Dimension eines homöopathischen Mittels anzudeuten. Alle Rubriken, in diesem Artikel eingerückt oder in <…> dargestellt, stammen von folgender Internetseite:




Wenn wir durch die Geburt auf der Erde ankommen, dann bedeutet dieser Schritt, dass wir mit der Umwelt interagieren, äußere Eindrücke verdauen und einige von ihnen ins eigene System einbauen, doch dieser Arzneityp ist psychisch noch gar nicht geboren, ... wie soll er da verdauen? Kommen wir zum ersten Symptom:

+ Sodbrennen und Reflux

Werden Teile der Nahrung bereits im zweiten Schritt, nämlich beim Ankommen im Magen, wieder zurückgeschickt [Reflux], dann gewinnen wir einen ersten Eindruck welch langen Weg dieser entrückte Mensch noch vor sich hat.

Als unbefleckter Schwan vom Schwanensee ist dieser Person der sexuelle Magnetismus einer heftigen Körperlust völlig fremd. Die <fehlender Libido> bildet genau das ab, ist also die Entsprechung dazu.

Dem Tierkreiszeichen Krebs sind im Körper Höhlen, Beutel und Säcke zugeordnet – also auch die Mundhöhle, wo wir etwas einschließen können. Die Aggression ist in diesem Arzneityp zwar vorhanden, findet aber keinen geraden Weg zum Ziel. Die Symptome ...

+ Stauungsgefühl und Brennen in den Augen, der Nase und den Nasennebenhöhlen

... zeigen, es werden aggressive Impulse zurückgehalten. Diese Zurückhaltung wirft die Frage auf: Ist es Schüchternheit, Unreife oder noch etwas anderes? Ich bin überzeugt es ist Unreife, da ich diese Orchidee nahe an den Meeresmitteln sehe. Um das zu untermauern, folgender Vergleich: Nasenbluten oder spasmodischer Husten sind Indikationen für Corallium rubrum [Rote Koralle]. Verkapselte Aggression (Mars im Krebs) ist typisch für zwei Drittel der homöopathischen Meeresmittel.

Die Persönlichkeit Phalaenopsis hat es über viele Leben verstanden ohne eigenes Profil in der vertrauten Masse Schutz zu finden. 

Die Ebene des Konkreten hat sie noch nicht erklommen. 


Um diesen Schritt zu schaffen erfährt sie die Symptome <Verschwommenheit der Sicht> und <allgemeine Verwirrung> - beides negative Manifestationen des Fische-Temperaments.

Drehen wir das Negative um in etwas Positives: Fische-Menschen und Personen mit Neptun im 3. Haus beherrschen eine Clusterwahrnehmung. Sie nehmen ihre Umwelt als großen Farbfleck wahr - zum Beispiel das rote Fahnenmeer im Fanblock von Bayern München. Einzelne Objekte sind für sie nicht interessant; sie lassen sich vom Raumbild beeindrucken, sehen daher auch den leeren Raum zwischen Objekten. Beziehen wir das jetzt aufs Mittelbild von Phalaenopsis: 

Es liegt der Verdacht nahe, dass diese Person auch deshalb verschwommen sieht, weil sie gar nicht daran interessiert ist die Welt scharf zu sehen, siehe Differenzialdiagnose [abgekürzt DD] von Mimosa pudica. Sie hat sich lange aufs Mitschwimmen verlassen. Ihre Kritikfähigkeit (vom altgriechischen Wort 'critein' = etwas unterscheiden können) ist noch unentwickelt. Die Orientierung am Schwarm, man könnte sagen das Schwarmfühlerlebnis, genügte ihr als Halt vollkommen.

Phalaenopsis ist eine körperlose Schönheit, durchscheinend wie eine dreidimensionale Bildprojektion und als krankes Mittelbild wie weggetreten. 


Sie ist auf die Erde gesetzt worden, wo sie kaum etwas versteht und wo eine (verbale) Klarheit von ihr gefordert wird, die sie sich erst erarbeiten muss.

Greifen wir deshalb noch einmal die Unterscheidung auf. Die beste Prüferin des Tierkreises ist die Jungfrau. Sie beherrscht den Gegenpol, nämlich die selektive Wahrnehmung. 'Selektiv' heißt, sie schneidet aus. Was sie mit ihrer hohen geistigen Trennschärfe ausgewählt hat ordnet sie in ein System um optimal leben zu können - für sich und ihre Lieben. Damit ist die Lernaufgabe von Phalaenopsis beschrieben.


WERBUNG: Weitere Information zu Homöopathie und Astrologie erhalten Sie in folgenden Büchern und eBooks von mir: