Sonntag, 30. Oktober 2016

Pluto im Wassermann

Der laufende Pluto befindet sich im Steinbock – wie vor 500 Jahren, als Martin Luther wirkte. Er war ein Revolutionär, doch das hat mit dem Steinbock nichts zu tun, sondern vielmehr mit dem Wassermann. Ab 1534 aber stand Pluto in diesem Zeichen und die Folgen von Luthers Wirken wurden viel deutlicher.

Mit der <Occupy Bewegung> und der <Bewegung für ein bedingungsloses Grundeinkommen> wachsen mit dem aktuellen Pluto im Steinbock die ersten Pflänzchen einer – wie ich sicher bin – ebenfalls revolutionären Zeit. Doch kehren wir zu Martin Luther zurück. (Die folgenden Zitate stammen aus dem Groß-Zimmerner Lokalanzeiger vom 29. Oktober 2016, Seite 9.)

„Martin Luthers Protest gegen die Kirchenzentrale in Rom entfaltete revolutionäre Sprengkraft. Spätestens damit endete vor 500 Jahren das Mittelalter – mit dramatischen Folgen bis heute.“

Der Wassermann wird vom Geistvater Uranus beherrscht. Unter dessen Einfluss schaukeln sich die Dinge auf, die alt bekannten Strukturen zerbrechen und es bricht etwas Neues herein. Das ist für Menschen in Erdzeichen und alle, die sich an etwas gewöhnt haben, natürlich dramatisch. Doch lesen wir weiter im Zeitungsartikel von Bernhard Loheide:

„Im Mittelalter trieb die Angst vor der Hölle als Strafe für ein sündhaftes Leben viele um. Luther erkannte in den Ablassbriefen der katholischen Kirche einen Verrat an der Botschaft des Neuen Testaments. Nicht der Papst oder die kirchliche Tradition, sondern nur Gottes Wort der Bibel ließ er als Maßstab gelten. Der Mensch könne nur auf Grund seines Glaubens an Gottes Gnade gerettet werden. Mit dem Rückgriff auf den Anfang des Christentums in der Antike öffnete Luther das Tor zur Neuzeit, zur Epoche der Befreiung. Lutheraner sind frei von der Angst vor dem Tod und der Hölle, frei von kirchlichen Autoritäten. Sie können selber die Bibel lesen und ihrem eigenen Gewissen folgen. Das war damals revolutionär.“

In der Rückbesinnung auf die Theologie des Apostels Paulus mit einem Hinwegfegen der Autorität des Papstes sehe ich ein „Streben nach dem Absoluten“, wie es Andreas Bleeck bezeichnen würde. Luther erkannte die Dekadenz der Kirche und setzte ihr Fundamentales entgegen. Wir erkennen noch mehr Wassermännisches, denn es geht auch um die Schulung des Geistes:

„Luthers Sprache schaute dem Volk aufs Maul und wirkte stark an der Entwicklung des Frühneuhochdeutschen mit. Die Reformation war daher auch eine große Bildungsbewegung. Mit der Lutherbibel lernten die Deutschen das Lesen, Sprechen und Forschen. Reformatoren in ganz Europa gründeten Schulen und modernisierten die Gesellschaft.“

Die Idee des Strebens nach dem Absoluten, wie Andreas sie für Saturn, Uranus und Pluto vereint, stellt er in seinem Buch "Astrologie ohne Dogma" dar.

Pluto im Wassermann ist Teil eines weiteren Artikels auf diesem Blog.






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