Samstag, 6. April 2013

Lac asinum

Lac asinum ist die Eselsmilch. Im Repertorium SYNTHESIS habe ich sie nicht gefunden, weil es ein recht neues Mittel ist.

Es sind treu sorgende Menschen, die sich ein starkes Kind-Ich bewahrt haben, ohne dass es Über-Ich oder Erwachsenen-Ich trüben würde. <Hilfsbereitschaft> zeichnet diese Menschen aus. Sie erkennen, wenn sie sich um andere kümmern müssen. Leider werden sie dabei auch <ausgenutzt> oder <verlacht>, auch deshalb weil andere Menschen der Meinung sind, Treue habe etwas Dämliches an sich. Das Thema der <Geringschätzung> kennen wir schon als milchtypisch von anderen Milchen.

Die <Sturheit> ist keine dumme Weigerung, sondern eine Folge großer Verunsicherung. Betroffene wollen nicht weitergehen, wenn sie unter sich keinen festen Halt erkennen. Ihre „störrische Art“ ist die Folge akuter Panik. Es ist ihnen gar keine Hilfe, wenn an ihnen gezerrt werden. Sie brauchen jemanden, der vor ihnen geht und ihnen zeigt, dass der zu gehende Weg sicher ist. Astrologie? Neptun im 4. Haus. Steht Neptun dort, dann fällt Pluto meist in Haus 2. Das lässt sich so übersetzen: Der störrische Esel fixiert sich auf die Breitbeinigkeit seines Körpers, um nicht zu stürzen. Eselsmilch kann in Situationen helfen, in welchen die Patienten ungewohnten Boden betreten müssen, einfach weil es nicht anders geht, zum Beispiel nach einem Umzug oder im Urlaub.

Die für Eselsmilch typischen Eigenschaften <hilfsbereit>, <bescheiden> und <arbeitsam> ordnen Astrologen dem Steinbock zu. Tatsächlich besteht eine Affinität zum Kniegelenk, das wir Astromediziner zum Steinbock rechnen. Dazu passt <unterdrückte Wut>:

„Die Patientin glaubte, wegen ihrer ungeheuren Arbeitsleistung eigentlich eine bessere Behandlung verdient zu haben. Als sie ihr versagt wurde wäre sie am liebsten losgeplatzt, tat es aber nicht und fügte sich lieber. Dabei schoss ihr das Blut in den Kopf.“ ~ Farokh Master: Milchmittel in der Homöopathie, S. 41


Lac asinum hat ein spezielles Symptom: das <Gefühl einer Faschingsmaske auf dem Kopf>. Quelle dafür ist ebenfalls der sympathische Doktor aus Indien.